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Pflanzenschutz: Die Gespinstmotte

Aktuell starker Befall insbesondere an Wild- und Obstgehölzen

(a.l.) Überall auf der Gemarkung wie an der Autobahnüberfahrt von Korntal nach Münchingen oder in den Sträuchern beim Gartenhausgebiet Grenzäcker finden sich die typischen dichten, weißen Netze von Raupen.Einige Arten, wie die Pfaffenhütchen- und die Pflaumen-Gespinstmotte haben in diesem Frühjahr optimale Bedingungen zur Entwicklung vorgefunden. 

Trotz starker Fraßschäden halten Fachleute eine Bekämpfung für nicht unbedingt notwendig. Die betroffenen Gehölze erholen sich meist und treiben wieder aus (Johannistrieb). Bei Obstbäumen kann jedoch nach einem starken Befall die Ernte komplett ausfallen.

Um hier die Schäden gering zu halten, sollten besiedelte Gespinste in einem möglichst frühen Stadium entfernt werden. Befallene Triebe abschneiden und in der Biotonne entsorgen. Die chemische Bekämpfung ist nur zu einem frühen Zeitpunkt sinnvoll, da die Raupen in den voll ausgebildeten Gespinsten gut vor Pflanzenschutzmitteln geschützt sind. Dazu bieten sich Bazillus thuringiensis-Produkte an und Mittel, die Extrakte aus dem Neembaum-Samen enthalten.

Gefährlich sind die Gespinste im Gegensatz zum Eichenprozessionsspinner oder zur Goldafterraupe nicht. Dennoch ist auch bei deren Entfernung mit Sorgfalt und Umsicht vorzugehen.

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