Städtepartnerschaften

Korntal-Münchingen - Mirande - Tubize

Wappen der drei Partnerstädte

Die Städtepartnerschaft zwischen Korntal-Münchingen, Mirande und Tubize besteht seit 1964 und konnte 2014 sein 50-jähriges Jubiläum hier in Korntal-Münchingen feiern.

Hier finden Sie aktuelle Neuigkeiten rund um die Städtepartnerschaften und Europa.

Das Partnerschaftskomitee ist dabei einer der wichtigsten Faktoren für den Austausch der Partnerstädte.





Wie alles begann

Im Jahr 1964 legten die damaligen Bürgermeister der Städte Korntal (Bürgermeister Thrum) und Mirande (Bürgermeister Beaudran) den Grundstein für die bis heute andauernde Städtepartnerschaft. Ein „Baustein zur Bildung eines neuen, geeinten Europas“ sollte die Städtepartnerschaft sein, der sich im Jahre 1966 auch die belgische Stadt Tubize, vertreten durch ihren damaligen Bürgermeister Deryck anschloss.
Es entstand eine sogenannte Ringpartnerschaft, d. h. die Partnerstädte sind untereinander verschwistert und haben sich in den Dienst Europas gestellt: „Für eine glückliche Jugend in einem vereinten Europa“ lautet nach wie vor die Maxime der Partnerstädte.
Zahlreiche Begegnungen und Austausche sind Gewähr für eine dauerhafte und herzliche Freundschaft zwischen den Bürgern. Bei der offiziellen Verschwisterung in den 60er Jahren war der Gedanke an ein vereintes Europa ein anderer als heutzutage. Der 2. Weltkrieg war noch sehr präsent in den Köpfen der Menschen und es galt ein Feindbild abzubauen.
Doch auch in der heutigen fortgeschrittenen Zeit, in der Mobilität kein Problem mehr ist und ferne Kontinente fast besser bekannt sind als der eigene, haben die Städtepartnerschaften ihre Berechtigung. Sie sollen die Gemeinden und Menschen Europas einander näher bringen und Europa persönlicher werden lassen. Hierzu tragen die Städtepartnerschaften erheblich bei, denn Toleranz und Offenheit sind hier keine leeren Worte.

Unsere Partnerstädte

MIRANDE

Rathaus von Mirande

Mirande, das im Department Gers in der Gascogne in Südfrankreich liegt, ist eine historisch bedeutsame Stadt.

Historie

Der Ursprung von Mirande geht bis ins 13. Jahrhundert zurück. Im Jahre 1281 gründete Bernhard IV. Graf von Astarac, zusammen mit dem Kloster Berdoues, die Stadt Mirande. Sie wurde nach einem rasterartigen Plan angelegt und befestigt. Mauerreste sind noch heute vorhanden. Man fand Mirande damals so schön, dass man der Stadt den Namen Mirande, la jolie (die Hübsche) gab. Auf dem Wappen sind deshalb drei Spiegel auf blauem Grund abgebildet. Die Gascogne war bis ins Mittelalter immer wieder durch Unruhen gekennzeichnet. Nach der Besetzung durch die Römer, die Vandalen, die Goten und die Araber kehrte erst um das Jahr 800 n. Chr. Ruhe ein. Im früheren Mittelalter entstanden in der Region Benediktiner- und Zisterzienzerklöster. Daraus entstand der Herrschaftsbereich der Grafen von Astarac.

Wirtschaft

Mirande, das rund 4200 Einwohner hat, ist heute eine Stadt der Handwerker, des Handels und besonders der Landwirtschaft.

Es ist ein durch seine Wiesen und fruchtbaren Ackerböden landwirtschaftlich geprägtes sanftwelliges Hügelland, in dem Weizen, Mais und Obst angebaut werden. Berühmt ist die Region für die Herstellung des Armagnac, der aus einer speziellen Traubensorte gewonnen wird. Bekannt ist ebenso die Zucht von Gänsen und die Produktion von Gänseleberpasteten, die auch ein beliebter Exportartikel sind.

Stadtbild

Aus der Vogelperspektive vom Flugzeug aus betrachtet, könnte man glauben, Mirande gleiche einem Damebrett, das an den Steilufern der Baise gelegen ist. In Mirande und der ehemaligen Grafschaft Astarac findet man heute nur noch wenige historische Gebäude. Zu nennen sind der Turm von Rohan, der gallorömische Pfeiler von Artigues, der Steinsarkophag von Saint Clemens und der künstliche Hügel Buco von Mirande. Außer einigen Mauern als Überbleibsel des Grafenschlosses der Herren von Astarac ist von den Gründern Mirandes nichts erhalten. Das Rathaus befindet sich heute in dem ehemaligen, 1845 erbauten, Gebäude des Bezirksgerichts. Neben dem Rathaus ist die im Jahre 1409 errichtete Kirche Notre Dame das imposanteste Gebäude in Mirande.

Zur Tourismus-Homepage von Mirande: Office de tourisme de Mirande

TUBIZE

Tubize, das 20 Kilometer von Brüssel, an der Europastraße liegt, ist eine sehr alte Stadt.

Historie

Rathaus von Tubize

Tubize wird erstmals in einem Dokument von Karl dem Kahlen aus dem Jahr 877 erwähnt. Die Ortschaft hing früher von den Nivelles und den Herzögen von Brabant ab, die unumschränkte Herrschaft ausübten und Tubize in eine Festung umwandelten, worauf die Mauerkrone im Wappen verweist.
Tubize war einer der Knotenpunkte, an denen seit der Gründung von Postbüros der Niederlande eine Poststation an der Straße von Brüssel nach Mons und nach Frankreich eingerichtet wurde. Nach der Errichtung der ersten belgischen Eisenbahnlinie 1840, deren erster Abschnitt Brüssel mit Tubize verband, siedelte sich hier die Eisen- und Baumwollindustrie an, der die Stadt ihren großen Aufschwung zu verdanken hat.

Wirtschaft

Tubize, das rund 20 000 Einwohner hat, ist trotz der wachsenden Industrialisierung und der Verbesserung der Verbindungswege mit Brüssel keine typische Industriestadt geworden. Durch das Bevölkerungswachstum und die Anziehungskraft der Stadt hat sich mittlerweile auch ein Handelszentrum entwickelt. Ein wichtiger Handelsweg, der Kanal Brüssel - Charleroi durchquert die Gemeinde. Erhalten hat sich, wie in den Jahrhunderten davor, die Landwirtschaft.

Stadtbild

Tubize ist zwar durch die verschiedenen Gewerbezweige eine sehr lebhafte Stadt, hat aber durch die schönen Parkanlagen und durch die kleinen engen Gassen sein romantisches Aussehen bewahrt. Charakteristisch für das Straßenbild sind die aneinander gereihten, in der Regel zweigeschossigen Häuser, die von dem Turm des Rathauses, einem dreigeschossigen, großen Backsteinbau, und dem Turm der alten Kirche St. Gertrud überragt werden. Der große Platz vor dem Rathaus ist das Zentrum der Stadt.

Hier geht's zur Homepage von Tubize: www.tubize.be

Weitere Informationen über Europa?

www.baden-wuerttemberg.de/Europa